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Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Rurdorf

In einem Bericht über die Feuerschutzwoche 1938 im Jülicher Beobachter fand sich eine erste Erwähnung der heutigen Löschgruppe Rurdorf der Freiwilligen Feuerwehr Linnich, die bei Ihrer Gründung  im Jahre 1933 noch Freiwillige Feuerwehr Roerdorf hieß:

Zitat: Der Abschluß der Feuerlöschwoche
Übungen in alle Gemeinden des Kreises

In der Hauptsache hat die Feuerschutzwoche dazu gedient, jedem Volksgenossen Aufklärung zu verschaffen über die Verhütung von Feuerschaden. Zu diesem Zwecke hatte die Feuerwehr im Einvernehmen mit der örtlichen RGB es übernommen und sich zur Pflicht gemacht, den Volksgenossen darauf hinzuweisen, daß jeder seine Wohnung bzw. sein Haus auf die Möglichkeiten des Feuerschutzes einer gründlichen Prüfung unterzieht, und die großen Mengen alten Gerümpels und Kleider von den Speichern und aus den Kellern verschwinden läßt, weil sie Brandgefahrenherde bilden. Die Entrümpelungsaktion “Feuerschutzwoche” ist in jedem Orte in einem vorbildlichen Maße durchgeführt worden. Man kann fast sagen, jeder Volksgenosse hat seiner Pflicht genügt. Hausböden und Keller wurden ordnungsgemäß entrümpelt. Die brauchbaren Stücke ((Matratzen, Lumpen, alte Möbelstücke usw.) die sie bei der Entrümpelungsaktion haben, wurden den RGB zur Verfügung gestellt.

... in Roerdorf

Auch die Freiwillige Feuerwehr Roerdorf, gegründet im Jahre 1933, hat zur Durchführung der Feuerschutzwoche in ihrer Heimatgemeinde beigetragen. Die noch verhältnismäßig junge Wehr, bestehend aus einer Löschabteilung (1 Halbzug) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gefahren abzuwehren, die der Allgemeinheit oder dem einzelnen durch Schadenfeuer drohen.

So versuchte sie in der vergangenen Woche der Bevölkerung ihres Ortes den Gedanken der Feuerverhütung nahe zu bringen und Übernahm neben der Anbringung von Propagandaplakaten und Verteilung von Hinweistafeln in den einzelnen Haushalten den Vertrieb der Broschüren “Feuerschutz”.

Zum Abschluß der Feuerschutzwoche trat am Sonntagmorgen punkt 10.30 Uhr die aktive Feuerwehr Roerdorf in Uniform am Gerätehaus zu einer Schauübung und anschließendem Propagandamarsch an. An geeigneten Plätzen des Ortes  wurde durch die innerhalb der Einheit gebildeten Sprechchöre auf die Bedeutung, Zweck und Sinn der Feuerschutzwoche hingewiesen.

An dieser Stelle richtete die “Freiwillige Feuerwehr” Roerdorf einen Apell an die noch fernstehenden Volksgenossen ihrer Heimatgemeinde, die Bestrebungen zur Erhaltung des Volksvermögens und zur pünktlichen und gewissenhaften Erfüllung der Pflichten jedes einzelnen Feuerwehrmannes, unter Einsatz der ganzen Kraft: “Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr, einer für alle, alle für einen” im Sinne des nationalsozialistischen Staates durch geldliche Unterstützungen zu fördern und sich für die Folge auch als verbundenes Glied zu dem schönen Gedanken zu bekennen. Die Feuerwehr braucht zur wirksamen Brandbekämpfung Ausrüstungsstücke, Schlauchmaterial und dergleichen mehr.

(Auszug aus dem Jülicher Beobachter von 1938)